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Monthly Archive July, 2009

LG Düsseldorf, 4b O 172/08: Zu den Sorgfaltsanforderungen, die zur Vermeidung des Fahrlässigkeitsvorwurfs bei technischen Schutzrechten erfüllt sein müssen

30. July 2009

LG Düsseldorf, 4b O 172/08
Aus der Urteilsbegründung:
Im gewerblichen Rechtsschutz werden an die Beachtung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt strenge Anforderungen gestellt. Dem Grundsatz nach trägt ein Verletzer das Risiko der Schuldhaftigkeit, welches sich nicht ohne weiteres auf den Schutzrechtsinhaber verschieben lässt. In der Regel ist deshalb die Benutzung einer patentierten und damit geprüften Erfindung auch […]

T 307/03: Zum Doppelschutzverbot

29. July 2009

Entscheidung der Technischen Beschwerdekammer 3.3.07 vom 3. Juli 2007 T 307/03 – 3.3.07
Amtliche Leitsätze:
I. Der Grundsatz des Doppelschutzverbots, d. h. der Erfinder (oder sein Rechtsnachfolger) hat nur daraufRechtsanspruch, dass das Europäische Patentamt ihm für eine gegebene in einem gegebenen Anspruch definierte Erfindung ein – einziges – Patent erteilt, ist nach dem EPÜ anwendbar und kann […]

BGH, I ZR 99/06: Zur Kausalität zwischen Verletzergewinn und Rechtsverletzung

BGH, Urteil v. 14. Mai 2009 - I ZR 99/06
Aus der Urteilsbegründung:
Der Verletzergewinn ist nur insoweit herauszugeben, als er auf der Urheberrechtsverletzung beruht.
Bei der urheberrechtsverletzenden Verwertung einer Bearbeitung kommt es insoweit maßgeblich darauf an, inwieweit der Entschluss der Käufer zum Erwerb der Bearbeitung gerade darauf zurückzuführen ist, dass diese die Züge erkennen lässt, auf denen […]

BGH, Urteil I ZR 123/06 - Fräsautomat: unlautere Mitbewerberbehinderung

28. July 2009

BGH, Urteil vom 15. Januar 2009 - I ZR 123/06 - Fräsautomat
Weist ein Fachverband, dem Schlüsselhersteller als Mitglieder angehören, potentielle Abnehmer des Herstellers einer Maschine, mit der Schlüsselprofile gefräst werden können (Fräsautomat), darauf hin, die Verwendung des Fräsautomaten könne Patent- und Markenrechte seiner Mitglieder verletzen, so kann darin eine unlautere Mitbewerberbehinderung liegen, wenn mit dem […]

BGH, I ZR 141/06 - Überregionaler Krankentransport

24. July 2009

BGH, Urteil vom 15. Januar 2009 - I ZR 141/06 - Überregionaler Krankentransport
Amtliche Leitsätze:
a) Die Durchführung eines Krankentransports i.S. von § 2 Abs. 2 Rettungsgesetz Nordrhein-Westfalen (RettG NRW) durch einen privaten Unternehmer stellt sowohl eine Wettbewerbshandlung nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG 2004 als auch eine geschäftliche Handlung nach § 2 Abs. 1 […]

LG Mannheim, 7 O 327/08: Fehler in der Übersetzung der europäischen Patentschrift

23. July 2009

LG Mannheim Urteil vom 10.7.2009, 7 O 327/08
Amtlicher Leitsatz:
Ist bei der deutschen Übersetzung eines Europäischen Patents, für das der Hinweis auf die Erteilung vor dem 1. Mai 2008 im Europäischen Patentblatt veröffentlicht worden ist, eine in den Zeichnungen benutzte fremdsprachige Abkürzung (hier: „ch. bits“ für „Kanalbits“) nicht übersetzt worden, sondern in der fremden Sprache verblieben, […]

BGH, I ZR 247/03 - Le-Corbusier-Möbel II: Amtliche Leitsätze

22. July 2009

BGH, Urteil vom 22. Januar 2009 - I ZR 247/03 - Le-Corbusier-Möbel II
Nach dem Post vom 20. Juli nun auch die amtlichen Leitsätze zu “Le-Corbusier-Möbel II”:
a) Die Vorschrift des Art. 4 Abs. 1 der Informationsgesellschafts-Richtlinie über das Verbreitungsrecht begründet nicht nur ein Mindestrecht, hinter dem die Mitgliedstaaten bei der Bestimmung ihres Schutzniveaus nicht zurückbleiben […]

LG Düsseldorf, 4a O 93/07: Zur Erschöpfung eines Verfahrenspatentes

LG  Düsseldorf, 4a O 93/07
Aus der Urteilsbegründung:
Allerdings gehen in Rechtsprechung und Literatur die Ansichten darüber auseinander, ob die Rechte aus einem Sachpatent und einem Verfahrenspatent erschöpft sind, wenn eine patentgeschützte Vorrichtung, das sich zur Ausübung eines ebenfalls patentgeschützten Verfahrens eignet, durch den Patentinhaber oder mit dessen Zustimmung in den Verkehr gebracht wurde.
siehe auch: Erschöpfung (ipwiki.de)

BGH, I ZB 52/08 - DeutschlandCard

BGH, Beschluss vom 22. Januar 2009 - I ZB 52/08 - DeutschlandCard
Dass eine Bezeichnung allgemein gehalten und deshalb mit einer gewissen begrifflichen Unbestimmtheit verbunden ist, steht der Feststellung, dass ihr als beschreibende Sachangabe die Unterscheidungskraft fehlt, nicht entgegen (hier: “Deutschland” als Angabe des Einsatzgebiets einer als “Deutschland-Card” bezeichneten Ausweis-, Berechtigungs-, Kredit- oder Kundenkarte).
siehe auch: Beschreibende […]

OLG Hamm, 4 U 74/09: Widerlegung der Dringlichkeitsvermutung bei zögerlicher Prozessführung

OLG Hamm, Urt. v. 30.06.2009 - 4 U 74/09
Eine zögerliche Prozessführung zeigt grundsätzlich, dass es dem Antragsteller mit der Untersagung des Werbeverhaltens nicht eilig ist.
siehe auch: Dringlichkeit (ipwiki.de)

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